Kleidung und Textilien

Der Freitag nach Thanksgiving wird inzwischen nicht mehr nur in den Vereinigten Staaten von Amerika unter dem Titel “Black Friday” als Start in die Weihnachtseinkaufsaison zelebriert und beworben.

Anlässlich einer Blog-Aktion der Fachschaft Materielle Kultur: Textil der Carl von Ossietzky Universität rund um den “Black Friday” 2020 haben wir für euch dargestellt, wie sich das durchschnittliche, jährliche Kleiderkonsumverhalten in Deutschland gestaltet. Hier geht es zum Blog und hier geht es zu unserem Video.

Und wie steht es um deinen Kleiderkonsum? Tipps für einen sinnvollen und bewussten Umgang mit Mode findest du auf dieser Seite.

Ein Screenshot des Anti-Konsumrausch-Videos, auf dem sich eine weibliche Person viele Kleidungsstücke in Schichten anzieht.

Bild: © J. Mumme

Oldenburg trägt fair – Warum?

Das Modegeschäft boomt: Von 2000 bis 2015 verdoppelte sich die Produktion von Kleidung und Schuhen, circa jeder sechste erwerbstätige Mensch weltweit ist heutzutage in der Bekleidungsindustrie beschäftigt.
Das beginnt bei den Kleinbäuerinnen und -bauern im Baumwollanbau, schließt die Menschen mit ein, die unsere Kleidung färben, nähen, transportieren, und endet bei den Verkäuferinnen und Verkäufern in Modegeschäften.

Längst ist bekannt, dass in der Textilindustrie einiges im Argen ist: Um billige Mode anbieten zu können, werden vielerorts Sozial- und Umweltstandards missachtet.
Aber es gibt auch Kleidung, die unter Beachtung von Menschenrechten, fairen Arbeitsbedingungen und Rücksichtnahme auf die Umwelt hergestellt wurde.

Mit der FEMNET e.V. Gründerin und Vorsitzenden Dr. Gisela Burckhardt und dem Betreiber des Oldenburger Ethical Fashion Stores Hella & Hermann spricht Barthel Pester von WERKSTATT ZUKUNFT über Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, die Rolle der Frauen, die Verantwortung der Unternehmen und die Möglichkeiten der Konsument*innen. Hier geht es zum Video.

Interview mit Gisela Burckhardt, Rainer Borgmann und Barthel Pester

Bild: © “Oldenburg handelt fair”

Woran erkenne ich nachhaltig produzierte Kleidung?

Es gibt einige Websites mit guter Übersicht über verschiedene Siegel. Das schafft Orientierung, welche Standards der Produktion eines Kleidungsstück zugrunde liegen:

www.siegelklarheit.de

www.ci-romero.de

Wohin mit dem Ausgetragenen?

Wohin mit den Stücken, die wirklich ausgetragen sind. In den Kleidercontainer?
Das Problem hier ist, dass Altkleiderspenden nicht selten in Länder des Globalen Südens exportiert und dort verkauft werden, was die lokale Textilwirtschaft immens schwächt.
Eine nachhaltige Alternative der Altkleiderverwertung bietet der Verband FairWertung.
Unter www.fairwertung.de finden sich Abgabestellen oder Containerstandorte von Organisationen, die sich dem Verhaltenskodex von FairWertung verschrieben haben.

In Oldenburg gibt es zwei Container: Ohmstede, Butjadinger Straße 59 und Osternburg, Bremer Straße 28

Alle Infos kompakt zusammengefasst

Alle Infos zu den wichtigsten Siegeln, Orten in Oldenburg, an denen Faire Kleidung eingekauft werden kann (Stand Januar 2020) und wie wir ausgetragene Kleidung sinnvoll entsorgen können → das erfahrt Ihr im Flyer „Oldenburg trägt fair“.
Der Flyer ist auch in Papierform erhältlich. Einfach melden unter barski@oezo.de oder im Weltladen Oldenburg vorbeikommen.